Am Ende bleibt nur die Virtualität

Wo liegt die Grenze der Wahrnehmung wenn wir uns in einem Spiel befinden, das zur Realität wird? Virtualität dominiert unser wahres leben und die Grenzen verschwinden. Dieser 19 Minütige Film aus der Reihe Futurestates.tv von David Kaplan und Eric Zimmerman zeigt ein beeindruckendes Spiel im Spiel mit einem ständigen neuerwachen in verschiedenen Realitäten und Alter Egos. Wie erschreckend wenn solch ein Spiel möglich wird. Verkümmern die Menschen dann zu einem spielsüchtigen schizophrener Alter-Ego-Konstrukt, das ständig auf der Suche nach dem neuen Ich-Erlebnis ist. Irgendwann, so auch in dem Film, wird jeder sich die Frage stellen: „Wer bin ich wirklich und gibt es ein Ende“.

Der Kurzfilm ist sehr hochwertig Produziert und spielt mit fotografisch inszenierten Bildkompositionen. Ganz besonders mag ich die Enerrgiestatusanzeige, die per Matchmoving an die bewegten Person angebracht wurden. Futurestates bietet aber noch andere Szenarien die ein Amerika in 25 oder 50 Jahren dokumentieren. Erinnert ein wenig an Outer Limits nur etwas unkonventioneller produziert. Die 11 Kurzfilme können auf der Website kostenfrei angeschaut werden. Ich habe noch nicht alle gesehen aber schon jetzt kann ich sie nur wärmstens empfehlen.

Es gibt mittlerweile einige Filme, die mit einer solchen real-virtuell Verschiebung spielen. Hier mal eine Liste der Filme die mir spontan einfallen. War anscheinend ein beliebtes Thema kurz vor der Jahrtausendwende.

The 13th Floor 1999

The Matrix 1999

eXistenZ 1999

Durchschnitt: 3.3 (6 Bewertungen)