Nun ist es offiziell seit dem 03. Februar 2010 kann ich mich auch Autor nennen. Unter dem VDM Verlag Dr. Müller ist mein erstes Buch mit dem Thema „Entwicklung einer Online-Community: Grundlagen, Gestaltung, Konzeption, Umsetzung“ als Taschenbuch erschienen. Ein Werk das den Grundstein für weitere Arbeiten legt. Im Zeitalter des Internets werde ich das Buch an dieser stelle fortführen.

ISBN: 978-3639228526
Preis: 59.- Euro
Ein kleiner Einblick:
„Was nicht kommuniziert wird, ist nicht,
und je mehr es kommuniziert wird, desto mehr ist es.“
Dieser Aussage des Medienphilosophen Vilém Flusser charakterisiert die Bedeutung des heutigen Massenmediums Internet. Die Menschen haben ein begeistertes Verlangen sich mitzuteilen und die eigene Meinung in die weite Welt hinaus zu tragen. Gerade in dem Zeitalter des populären Web 2.0 ist der Sinn der Kommunikation eines der vordergründigsten Bestrebungen sich im Internet aufzuhalten. Der Blog ist das ausdrucksvollste Beispiel für dieses Phänomen. Ein Tagebuch, das für jeden ersichtlich ist. Jeder neue Eintrag wird sofort im ganzen Web verbreitet, wodurch jeder erfährt, was einem gerade durch den Sinn streift. Erfolgreiche Blog-Einträge schaffen es sogar in Zeitschriften abgedruckt zu werden und die Meinungsbildung entscheidend zu beeinflussen.
Ein weiterer Punkt des heutigen Webgedankens ist es die Inhalte selber mitzugestalten. Längst sind die Zeiten vorbei in denen man konsumiert, was einem vorgesetzt wird. Erfolgreichstes Beispiel ist Wikipedia. Ist die Definition für Hypobromite vielleicht unpassend oder unvollständig, dann liegt es im Ermessen jedes Einzelnen, etwas daran zu ändern. Menschen möchten selber entscheiden, was gut oder schlecht ist. Selbst die gekaufte Produkte werden bei den Handelsportalen ohne Gnade nach eigenen Erfahrungen bewertet. Das neue Mitmach-Web ist allgegenwärtig. Wie schaut dies nun in der Praxis aus? Neue Technologien ermöglichen es Informationen attraktiver zu gestalten, und eine neue Form der Interaktion zu integrieren. Aber was heißt es eine Website zu schaffen, auf der sich ein User frei entfalten kann und aufgerufen ist, den Inhalt aktiv mitzugestalten? Wie der einleitende Satz schon sagt, eine Website über die keiner spricht, wird nicht gefunden. Diese Arbeit beschäftigt sich mit genau dieser Problematik. Welche Kriterien sind nötig, damit die Menschen über eine Website sprechen und sie weiterempfehlen. Im Web 2.0 spielen soziale und kommunikative Aspekte eine wesentliche Rolle, um einen Internetauftritt zu etablieren.
Zur Unterstützung und besseren Veranschaulichung einzelner Punkte dient die Entwicklung einer Online-Community für den Ort Erfweiler-Ehlingen. Aber was bedeutet „entwickeln“ in diesem Zusammenhang. Sucht man in einem Duden nach Synonymen zu diesem Begriff, so erhält man eine Reihe grundlegende Stichpunkte die in ihrer Abfolge für die Bearbeitung dieser Arbeit von entscheidender Bedeutung sind:
ausbreiten – erörtern –herausbilden – demonstrieren – planen – erstellen
Entwicklung ist somit ein Oberbegriff für die verschiedenen Stationen bei der Herstellung einer Website. Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt auf den gestalterischen Aspekten, die für die Ausarbeitung eines solchen Projektes entscheidend sind. Wie doch ein bekannter Satz schon sagt, der erste Eindruck zählt und der letzte bleibt. Die grafische Gestaltung ist das erste Entscheidungskriterium und somit eines der Wichtigsten, um den User für sich zu gewinnen. Liegt doch die nächste Website nur einen Mausklick entfernt.
Das Web ist ständig im Wandel und neue Technologien setzen sich durch. Es Entwickelt sich. Mein nächstes Buch werde ich Online erstellen und für jeden Besucher offen halten. Ein virtuelles Buch das sich anpasst und die Untersuchungen weiterführt. Das sogenannte Web 3D steht noch am Anfang. Die Technik spricht noch nicht die breite Masse an und bietet dem einfachen User zu viele Barrieren. In meinem erschienen Buch gehe ich auf die Vorteile einer virtuellen Welt für die Online-Communtiy ein. Es gibt sehr viele Aspekte, die diese zu einem starken Marketinginstrument und sogar zu sprudelnden Geldquelle machen.
Bestes Beispiel ist Facebook. Dort wurde es verstanden den Besuchern das nötige Werkzeug zu geben, damit diese mit ihren Freunden spielen können. Hört sich banal an. Der Mensch möchte von Natur aus spielen und das bis ins hohe Alter. Friedrich Schiller ist für mich der Mann der es auf den Punkt gebracht hat. In seiner Abhandlung über die ästhetischen Erziehung des Menschen (1795) setzt er sich mit dem Thema Auseinander. In seinen Briefen entwirft er das Ideal eines Staates in dem sich jeder einzelne frei entfalten kann. Überträgt man seine Erkenntnisse auf die Entwicklung einer Communtiy so hat man schon fast einen Bauplan. Ein Netzwerk ähnelt einem kleinen Staat mit eigenen Mauern. Alle Entscheidungen und Richtlinien werde in diesem Staat entworfen und treten auch nur dort in kraft. So betrachtet, herrscht eigentlich Diktatur in jedem Netzwerkstaat. Dazu später vielleicht mehr. Worauf ich aber hinaus möchte, daher erwähne ich die Briefe, ist der Spieltrieb. Schiller schreibt in seinem 15. Brief (Absatz 9, 1.Zeile):
"Denn, um es endlich auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt."
Ist es nicht einleuchtend! Wird des Besuchers Spieltrieb in seinem gewählten Netzwerkstaat genügend befriedigt, so fühlt er sich dort als ganzer Mensch zu Hause. Spielen ist von je her ein grundlegende Aktivität. Menschen nutzen Spiele, um ihre eigene Kreativität zu fördern. Googles Mitarbeitet bringen jedes Jahr neue Innovationen auf den Markt. Dies wird im Unternehmen durch Spielmöglichkeiten aller Art unterstützt. Zudem festigt es die Betriebliche Strukturen. Bleiben wir aber bei der Community. Spielen verbindet und fördert die Kommunikation. Dank Schiller wissen wir, das der Mensch sich in solch einer Umgebung auch gerne aufhält. Der interssante Punkt kommt nun. Es ist mit Spielen auch einfacher Geld in Online-Communities zu verdienen und darum geht’s es ja auch am Ende. Die Spielentwickler bei Facebook bieten den Usern virtuelle Gegenstände an, die sie real bezahlen. Z.B. virtuelle Geschenke oder Gegenstände für ihren virtuellen Bauernhof. Nach dem gleichen Prinzip läuft mittlerweile auch der Vertrieb großer Computerspielehersteller. Das Spiel gibt es um sonst zum Downloaden. Besondere Gegenstände, Vorteile und Extras kosten Geld. Zwar nur kleines Geld, aber die Maße macht den Umsatz.